TERROR PLAKATE
EIN PLAKATSEMESTER
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Moderne Weltbürger,
Adepten der risikofreien Nähe,
die Gewalt als Spektakel konsumieren,
sind geübte Zyniker,
wenn es um die Frage geht,
ob Aufrichtigkeit möglich ist
(Susan Sontag – Die Leiden anderer Beobachten)
–
Die Zeit des traditionellen politischen Plakats
ist vorbei. Wer hat hier noch Lust, den ersten
Stein zu werfen, wenn er sich dabei in seiner
beheizten Dreizimmerwohnung selber trifft.
Die Zeit der didaktischen Fingerzeigebilder und
-aussagen ist vorbei.
Das politische Plakat dieser Zeit hat die Aufgabe,
den Betrachter UND den Gestalter sowie Autor über
seine (wieder oder immer noch) selbstverschuldeten
Unmündigkeit aufzuklären, gewiss – allerdings nicht
von oben herab, auch nicht von unten herauf, sondern
aus der Mitte seines eigenen Verhaltens heraus.
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